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Die Unternehmer-Academy im Radio Teil 6

Durch das Fernsehprogramm zum Coaching. Wie Thomas Göller das geschafft hat erfahren Sie in Teil 6 des Radiointerview.

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Inhalt der Episode

Thomas Göller und seine Wege zum erfolgreichen Unternehmer. Diese Episode thematisiert den Teil, wo die Beratung immer wichtiger wurde. Außerdem erfahren wir wie die Unternehmer Academy entstand.

Das die Wege zum Erfolg auch über Hürden gehen, beweist Thomas. Welche Einbrüche und Rückschläge er überwindet hat, erzählt er uns in dieser Folge. Seine Erfahrungen, gewonnene Erkenntnisse und selbst angeeignetes Wissen haben ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute ist.

Thomas berichtet, wie aus einem vorerst abgelehnten Auftrag sein erstes Beratungsgespräch entstand. Und wie er durch Zufall über eine TV Sendung zum Coach wurde!

Die ganze Erfolgsgeschichte gibt es hier zum Nachhören Unternehmer-Academy.de/podcast

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Natürlich findet dieses Gespräch ohne jede Berechnung und völlig unverbindlich statt.

Der Unternehmer-Academy Podcast | Volker & Thomas

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Transkript zu dieser Episode

Volker: Ich bin Volker Pietsch und wir stellen aktuell Thomas Göller vor. Das machen wir mittels eines Radiointerviews. Es ist ein paar Jahre her. Mir macht es viel Spaß, das noch mal zu hören. Mittlerweile kenne ich Thomas sehr lange und wir haben schon viele Projekte gemeinsam gemacht und es ist immer wieder amüsant, noch einmal auf seine Geschichte zurückzublicken. Und jetzt kommen wir so ein bisschen zu dem Teil, wo die Beratung immer wichtiger wird und wir erfahren, wie das alles mit der Unternehmer Akademie entstanden ist. Wir haben viel über Thomas Göller erfahren. Er war selbstständig im Bereich der Computerbranche, hat eine Ladenkette aufgebaut. Aber wir wissen ja, es muss irgendetwas passiert sein, damit es zur Gründung der Unternehmer Akademie kommen konnte. Und da kommen wir heute der Sache ein bisschen näher.

Thomas: Ich habe da schon Spaß gehabt, es war ja auch eine gewisse Genugtuung, etwas geschaffen zu haben, aber glücklich war ich da nicht besonders. Das hat man sogar gemerkt. Die Ehe ist kaputt gegangen. Meine Frau hat dann gesagt – oder meine Ex-Frau damals – die hat dann gesagt: „Du bist mit einer Firma verheiratet und nicht mit mir.“ Und ich habe gesagt: „Ich mach das doch nur für uns.“ Heute weiß ich, es war natürlich Quatsch. Ich habe das nicht für uns gemacht, ich habe das nur für mich gemacht. So „uger uger, ich wie toll, guck mal her, kleiner Schlosser treten Großrat.“ Also ja, man lernt im Laufe des Lebens.

Volker: Na gut, wenn man drinsteckt, sieht man es ja auch auf den ersten Blick nicht. Und auf der anderen Seite ist es natürlich auch erfolgreich, wenn man sieht „Hier eine Filiale“. Ich denke mal, mit jeder Filiale, die neu aufgemacht wurde, kommt ja auch Adrenalin und alles ist gut.

Thomas: Ja, absolut. Klar.

Volker: Aber wann kam denn der Schlusspunkt, dass Sie gesagt haben: „Jetzt muss ich irgendwie was neu machen, ich muss mich anders aufstellen“?

Thomas: Der Schlusspunkt kam relativ spät. Vielleicht muss ich ein bisschen früher anfangen, wo die ersten Hoffnungsschimmer so kamen. Ich kann mich an eine Situation erinnern, das war 1996, da kam ein Unternehmer in den Laden rein. Ich wusste damals nicht, dass er ein Unternehmer ist, sah aber so aus, sehr fein gekleidet und so und er sagte: „Ich habe ein kleines Maschinenbauunternehmen und Sie sind ja Maschinenbauer, habe ich gehört.“ Ja, so hat er gleich nach dem Chef gefragt. Okay, Chef, der sah auch so aus. Meine Mitarbeiter haben dann gesagt: „Okay, der sieht so aus, Chefs sind Chefs.“ So, und dann hat er gefragt: „Ich habe ein Maschinenbauunternehmen. Das läuft grad nicht so gut. Mitte der 90er Jahre war Maschinenbau ziemlich gebeutelt und der hat gesagt: „Also ich glaube, wir wissen aber, woran es liegt, dass es nicht so läuft, weil wir machen alles noch von Hand. Das Modernste, was wir haben, ist ein Fernschreiber mit Lochkarten. Und deswegen wollen wir gerne moderne IT einführen. Dazu bräuchten wir 25 Arbeitsplätze, einen sogenannten Server. Die Software dazu und Sie haben ja einen Schulungszentrum. Unsere Mitarbeiter müssen natürlich ausgebildet und geschult werden.“ Ein Riesenpaket, ein Riesenauftrag hat abgewunken. Und damals haben meine Leute an dem Erfolg mit profitiert, haben Provision bekommen. Und dann habe ich einen Moment überlegt, was der mir da gesagt hat und dann habe ich zu ihm gesagt: „Entschuldigung, kann ich Ihnen nicht verkaufen, verkaufe ich Ihnen nicht.“ Dann habe ich hinten so ein lautes Stöhnen und umfallende Menschen gehört. Ja, so von wegen Riesenauftrag. Es wäre also wirklich um sechsstellige Beträge damals gegangen und dann hat er auch eine Zeit lang gewartet und hat überlegt. Ich wusste, es rattert in seinem Kopf und dann hat er gesagt: „Habe ich jetzt den Fehler gemacht und habe Ihnen gesagt, dass es gerade nicht so gut läuft? Glauben Sie, ich könnte nicht bezahlen oder warum wollen Sie mir das nicht verkaufen?“ Und dann habe ich gesagt: „Nee, das ist nicht das Problem, was wir haben, sondern das Hauptproblem ist wirklich, ich glaube, dass Ihr Unternehmen nicht EDV bereit ist. Wir müssten erst mal die ganzen Strukturen, die ganzen Prozesse in Ihrem Unternehmen analysieren, aufschreiben, visualisieren, schauen, welche Prozesse laufen da ab? Wo geht eine Information? Wir machen Informationsverarbeitung, wo geht eine Information rein? Wer braucht die? Wer braucht eine Kopie davon? Wer darf die bearbeiten? Wer darf entscheiden? Und wenn wir diese ganzen Prozesse und Szenarien aufgelistet haben, dann kann ich Ihnen das per EDV abbilden. Aber das muss man vorher machen.“ Und dann hat er gesagt: „Wissen Sie, ich war jetzt in drei oder vier anderen Läden“, Systemhäusern. Wir haben ja keinen Computer, Waren ja ein Systemhaus, so nannte man das damals, „Wir waren jetzt in drei oder vier anderen Systemen Häusern. Und dort habe ich Angebote bekommen. Keiner von denen hat mir gesagt, dass ich da vorher was tun muss. Könnten Sie denn so eine Beratung auch durchführen?“ Tja, das war mein erster Beratungsauftrag.

Volker: Haben Sie das gewusst in dem Moment was Sie machen oder sind Sie da einer Intuition gefolgt?

Thomas: Absolut einer Intuition. Ich glaube, ich wäre, wenn ich drüber nachgedacht hätte, hätte ich das nie im Leben gesagt. Vor allen Dingen habe ich das ja nicht gesagt mit der Intention, dass der mich das als Berater beauftragt.

Volker: Das wäre ja auch sehr hoch gepokert, weil ich meine, wenn man in der Unternehmer Situation ist, dann hat man natürlich auch schon immer den Auftrag, auch mit dem Blick, dass man sagt…

Thomas: Achtung! Nee, das war das war eine ganz andere Idee, weil das war gar nicht hoch gepokert, sondern das war reiner Selbstschutz. Und zwar aus folgendem Grund: Ich wusste auch aus Erfahrung mit anderen Kunden, wenn ich dem so eine Anlage verkaufe und er stellt nach zwei Jahren fest, dass das Unternehmen nicht besser läuft und er hat einen sechsstelligen Betrag bei uns aufgegeben, fällt das auf uns zurück. Das fällt uns auf die Füße. Die Leute sagen, der hat denen das verkauft und seitdem hat er noch weniger Geld, ist vielleicht sogar insolvent oder sonst irgendetwas. Jedenfalls das, was da verkauft, funktioniert nicht, weil die Aufgabe war, die Aufgabenstellung war ganz klar: Mein Unternehmen muss erfolgreicher werden! Und die Idee war: Dafür brauche ich EDV. Und ich habe ich habe zu ihm gesagt: „Das kann ich nicht leisten.“

Volker: Also eigentlich nur genau hingeguckt.

Thomas: Eigentlich genau hingeguckt und gesagt: „Nee, das darf ich nicht verkaufen.“ Das ist zwar jetzt der Umsatz schön, aber das fällt mir zurück auf die Füße, wenn der das nicht vorher macht. Ich wollte ja damals noch eben mit bis 65 meine Läden haben, so, und eben weiter erfolgreich sein. Und ich habe ich habe schon damals ein bisschen langfristiger gedacht, das fällt uns auf die Füße, das geht schief. Ich um das mal zu lernen, ich hab das ja nie gelernt. Und mit diesem Wissen und Büchern im Hintergrund und den Erfahrungen von anderen Unternehmen habe ich gedacht, weil die Leute haben dann gefragt: „Wieso kannst du das?“ Keine Ahnung, weil ich das selber erlebt habe, beobachtet habe und naja, ich sage mal so ich war damals schon ein paar Jahre jünger und da war ich natürlich noch mutiger, wie ich es heute bin. Und ich wusste, ich kann das. Und das war eben auch sehr erfolgreich das Unternehmen. Es ist heute noch am Markt Weltmarktführer und bin mit den beiden Unternehmern, die das damals betrieben haben, immer noch befreundet. Die beiden haben es mittlerweile verkauft. Und einer lebt auf Mallorca und genießt sein Leben und der andere ist auch sehr cool unterwegs.

Volker: Also die Schulung hat funktioniert, die EDV ist dort angekommen und richtig angekommen.

Thomas: Richtig angekommen. Ja schon. Das waren die ersten Beratungsaufträge, der erste Beratungsauftrag. Ich habe da nicht auf dem Schirm gehabt: „Ich werde jetzt Berater“, aber die haben ja dann Leute geschickt, die haben gesagt: „Das war cool was der da gemacht hat. Geh mal da hin bevor du dir EDV kaufst, lass dich mal beraten.“ Und dann habe ich gemerkt: „Naja, es kommt eben nicht nur darauf an EDV zu beraten, sondern welche Haltung habe ich schon als Unternehmer, um erfolgreich zu sein? Wie funktioniert, was ist Entrepreneurship? Was sind solche Begriffe? Was? Was will mir das sagen? Was gehört neben den Zahlen, Daten, Fakten und den Business Plänen dieser Welt? Und so was gehört dann noch dazu, erfolgreich zu werden.“

Volker: Und das heißt quasi durch die Beratung am Produkt sind immer weitere Türen aufgegangen, bis man auf einmal gesehen hat, das Produkt ist wahrscheinlich sogar Nebensache, sondern die Beratung ist eigentlich viel wichtiger, weil die kann viel im Unternehmen auslösen.

Thomas: Ja, das hört sich jetzt alles, wenn wir so reden, so gradlinig an, aber das waren natürlich viele Umwege, viele Abzweigungen, viele Sackgassen, auch nach rechts und links. Aber am Ende des Tages war es eben so, dass ich zum Jahrtausendwechsel 2001 die Chance hatte, meine Filialen und Schulungszentrum komplett zu verkaufen. Das ging dann auch nicht mehr ganz so gut, weil ich halt nur noch alle möglichen Sachen gemacht habe, nur nicht mehr mein Unternehmen gekümmert. Ich habe dann beraten und habe tolle Projekte angeschoben. Das hat mir Spaß gemacht. Aber ich hätte in dem Unternehmen sein müssen, meine Mitarbeiter führen müssen und mich darum kümmern müssen. Hat mir aber eben keinen Spaß gemacht, was man natürlich auch am wirtschaftlichen Erfolg deutlich gespürt hat. Und dann habe ich eben die Chance gehabt, die Unternehmen zu verkaufen. Eigentlich war es so, dass ich eines dieser Filialen hätte verkaufen können oder das zweite viel mehr. Und dann habe ich gedacht: „Ja, geht, aber entweder alle oder keiner.“ Und das haben die damals gemacht. Ich konnte also alle Filialen verkaufen, das Schulungszentrum verkaufen und habe mich von dem Zeitpunkt an auf die Beratung konzentriert.

Volker: Na, ich glaube, es war auch eine gute Zeit zu verkaufen. Jetzt gerade EDV. Wenn ich das jetzt so überlege. Das ist, denke ich, heute noch ein noch schwierigerer Markt.

Thomas: Ja, das ist, wenn ich so rückwärts auf mein Leben gucke, dann denke ich, manchmal waren es die richtigen Zeitpunkte. Es wäre noch schöner gewesen, wenn ich hätte von mir behaupten können, ich habe den Zeitpunkt bewusst ausgewählt, weil ich weiß, jetzt in einem halben Jahr oder einem Jahr ist das ganz viel schwieriger zu verkaufen. Das war’s aber nicht. Irgendwie war das Instinkt, also nicht bewusst.

Volker: Das Bauchgefühl ist ja manchmal viel, viel wertvoller, als wenn man bis ins Detail drüber nachdenkt, warum man jetzt etwas macht. Wenn der Bauch sagt: “Mach das jetzt“, dann ist oft was dran.

Thomas: Ja, aber das war jetzt nicht in dem Sinne eine bewusste Entscheidung, so von wegen „Ah ich hier superschlau, weiß genau, was die Zukunft bringt, deswegen verkaufe ich heute.“ Das war damals nicht so, das könnte man im Nachhinein so schön darstellen und sagen Das war’s, gut.

Volker: Im Nachgang sieht immer alles etwas geradliniger aus. Also so gesehen stimmt das dann schon. Okay, das heißt, Unternehmen war weg und dann war Platz für Neues.

Thomas: Genau. So und dann habe ich neben vielen Abzweigungen und Versuchen und so weiter, mich da zu etablieren in diesem Markt, in diesem Beratungsmarkt. Ich habe dann zum Beispiel schon Ende der 90er Jahre eine Coaching Ausbildung gemacht, weil ich dachte „Das ist der Trend“. Coaching, ich war total fasziniert.

Volker: Da waren Sie aber auch früh dran.

Thomas: Da war ich sehr früh dran und das war auch wieder spannend, auch für die Zuhörer, warum man sich auf sich verlassen kann. Ich bin abends sehr spät nach Hause gekommen, habe sehr lang gearbeitet. Das war irgendwie 1999 und weiß nicht, ob Sie das kennen. Man müsste eigentlich sofort schlafen, weil viel zu spät ist. Aber man ist noch so voller Adrenalin. Man braucht erst mal so eine Stunde oder eine halbe Stunde zum Runterfahren und dann zappt man so durch den Fernseher. Eigentlich will man nicht Fernsehen gucken, weil man ist todmüde, aber irgendwie so schlafen kann man auch nicht, weil man viel zu aufgewühlt ist. Und ich zappte so durch die Fernsehsender und sehe auf N24 den Schluss einer Reportage, wo ein Coach vorgestellt, ein Coach Trainer vorgestellt wurde, also jemand, der Coaches ausbildet und der Beitrag war schon fast vorbei. Und dann gucke ich da hin und es ist dann eingeblendet worden, wer das war. Es war in Kassel ein toller Typ und da habe ich am nächsten Morgen den angerufen. „Ich habe Sie gestern Abend, heute Nacht, im Fernsehen gesehen. Wie muss ich mir das vorstellen? Erzählen Sie mal so ein bisschen drüber über diese Coach Ausbildung.“ Und da habe ich dann meine erste Coach Ausbildung dort gemacht.

Volker: Auch das ist wieder ein witziger Moment, wenn ich überlege, dass es so wie ein Buch schenken und das zu lesen, was Einfluss hat. Und einen Moment achtet man auf das Fernsehprogramm und handelt danach.

Thomas: Man achtet auf das Fernsehprogramm war fast zu viel, glaube ich, wenn ich an den Moment denke. Es war wirklich ein Zappen und ultraschnell, weil eigentlich war ich müde. Und wie, was muss da passieren, um plötzlich an diesem einen Sender hängen zu bleiben, um dann zu gucken „Das ist ja spannend, habe ich ja noch nie von gehört.“

Volker: Ich überlege und wann und wie verändert sich ein Leben, wenn man fünf Minuten später nach Hause kommt? Ja, das ist schon spannend. Das heißt, Sie haben mit dem gesprochen und kamen?

Thomas: Habe dann Ausbildung bei ihm gemacht. Das war meine erste Coaching Ausbildung von Dreien.

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