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Mentoring!

Ein Begriff – viele Rollen und Aufgaben! In der Episode geht es um den Begriff Mentor und Mentoring. Woher kommt der Begriff und welche Rolle hat ein Mentor: Vorbild, Ratgeber, Coach, Kritiker oder noch mehr?

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Inhalt der Episode

Ein Begriff – viele Rollen und Aufgaben! In der Episode geht es um den Begriff Mentor und Mentoring. Woher kommt der Begriff und welche Rolle hat ein Mentor: Vorbild, Ratgeber, Coach, Kritiker – all das oder noch mehr? Thomas und Volker nehmen uns mit auf einen kleinen geschichtlichen Exkurs und bringen uns die Begrifflichkeiten näher. Nach dieser Episode des Unternehmer Academy Podcast denken ganz sicher auch Sie anders über die ein oder andere Bezeichnung. Bleiben Sie gespannt!

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Der Unternehmer-Academy Podcast | Volker & Thomas

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Transkript zu dieser Episode

Volker: Und wir starten in eine neue Podcastfolge. Und du wirst ja auch langsam ein Multi Unternehmer wie du immer so schön zu mir sagst. Es werden mehr Unternehmen bei dir.

Thomas: Das stimmt ja.

Volker: Und was mir auffällt ist in unserem Verlag finde ich das Wort Mentoren Mentor. Ich finde es aber auch bei dir in der Firmierung Göller Mentoring GmbH oder Mentoring. Wir bleiben beim Deutschen. Ich habe es jetzt hier gerade so schön eingeengt. Erzähl mal, wo kommt denn dieser Name überhaupt her? Mentor ist, glaube ich vielen ein Begriff, aber was steckt da wirklich dahinter?

Thomas: Also wenn man Wikipedia bemüht mit dem Begriff Mentoring, dann findet man dort einen Eintrag, der ungefähr so lautet Ein Mentor ist eine erfahrene ältere Führungskraft, die eine noch junge, aber unerfahrene Führungskraft an die Hand nimmt und begleitet. Das ist das, was da steht. Und als ich vor gut 20 Jahren mit dem Begriff angefangen habe Mentoring, dann haben die Leute gesagt Ja, Mentor, das kenne ich aus dem universitären Bereich. Zum Beispiel, also der Doktorvater, der wird auch häufig als Mentor bezeichnet oder in der Industrie, wie Wikipedia schreibt, da gibt es das eben auch Mentoren, die zum Beispiel Führungskräfte, High Potentials. Würde man heute sagen, an die Hand nehmen. Und das sind schon Führungskräfte, aber eben noch junge und unerfahrene. Und die alten Hasen zeigen denen sozusagen, wo der Hammer hängt und führen die da in die Gesellschaft ein. Und am Anfang war das immer sehr spannend. Dann haben die Leute gesagt Ja, ein Mentor ist doch kostenlos, weil an der Uni, den Professor muss ich nicht bezahlen in der Industrie. Die ältere, erfahrene Führungskraft muss ich auch nicht bezahlen. Wieso willst du jetzt Geld dafür haben? Und dann habe ich immer gesagt Ja, wer zahlt denn den Herrn Professor? Und wir zahlten die ältere, erfahrene Führungskraft in der Industrie. Oh ja, mein Chef ist. Bist du selbstständig? Wer ist jetzt dein Chef? Ah, okay, jetzt bin ich.

Volker: Jetzt macht es Sinn. Ja.

Thomas: Ja. Okay. Also das waren so die anfangs Dinge. Spannend an der Geschichte und an deiner Frage ist das ist ja tatsächlich, weil du fragst, wo kommt der Begriff her? Es gab mal einen Herrn Mentor. Komischerweise wissen das relativ wenig Menschen, die gucken schon ganz entsetzt an, denn das ist so ein Begriff, der kommt irgendwie aus dem Englischen. Das ist ja auch passiert in der Einleitung. Ja, wir denken, es kommt aus dem Englischen. Nein, es kommt nicht aus dem Englischen, es kommt auch nicht aus dem Deutschen, es kommt aus dem Griechischen. Und zwar in der griechischen Sagenwelt gab es einen Herrn Mentor. Und wenn ich die Geschichte dazu erzähle, dann fange ich immer damit an Kennst du Odysseus, König von Ithaka? Die Irrfahrten des Odysseus. Sagte das was?

Volker: Ja, klar. Sag mir das was.

Thomas: Also, Odysseus ist relativ bekannt, dass wenn man heute im Marken Sprech reden würde, würde man sagen, das ist eine Marke, die doch eine sehr hohe Verbreitung hat, ähnlich wie Coca Cola. Im Gegensatz zu dem Herrn Mentor hat Odysseus, König von Ithaka, eine sehr hohe Verbreitung, eine Bekanntheit, Verbreitung. Und der war eben dieser König. Und wenn die Könige da in den Krieg gezogen sind im alten Griechenland vor 2500 Jahren in etwa, dann war die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückkommen, doch relativ gering. Und der ist eben ihr Vater. Und des Odysseus beschreibt das ja sehr schön in dem Epos von Homer in der Ilias. So heißt es genau dieses wunderschöne Epos. Da zieht sozusagen Odysseus in den Krieg gegen Troja. Da gibt es dann die Geschichte von dem Trojanischen Pferd, und dann kommt er zurück und verirrt sich und erlebt dann mit seinen Gefährten ganz spannend. Das sind Gefährten, keine Mitarbeiter oder Sklaven oder sonst was, sondern Gefährten. Schöner Begriff, allerlei Abenteuer und braucht da irgendwie 20 Jahre, um zurück zu kommen. Beim Wegfahren, beim Aufbruch zu diesem Krieg nach Ithaka war es so, dass der einen Sohn hatte und dieser Sohn hieß Telemachos. Oder übersetzt in Deutsch übersetzt Telemach. Und du magst die Ähnlichkeit. Wir haben eine zweite Verlags Marke, die heißt Telemach Verlag, und es ist natürlich so, dass die Könige von damals die Griechen haben zwar die Demokratie erfunden, aber die Könige wurden nicht gewählt, sondern das Recht des Königs wurde vererbt. Und Odysseus hat sich gedacht Okay, ich muss jetzt hier in den Krieg. Wie groß ist die Chance, dass ich zurückkomme? Aber ich habe ja einen Sohn, Telemachos, aber der ist noch ein kleiner Pimpf. Das ist wirklich noch kein König von Ithaka oder so ein kleiner Junge, der wäre da völlig überfordert. Eigentlich ist es meine Aufgabe. Ich bin Vater, ich bin König. Ich kann den dazu erziehen, ein würdiger König von Ithaka zu werden. Aber ich bin ja nicht da. Ich ziehe in den Krieg, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückkommen, ist auch gering. Wer zur Hölle kann diese Aufgabe, diese große Aufgabe übernehmen? Den Telemach die Dinge beizubringen, also Lehrer zu sein, dem Vaterersatz zu sein, auch in der Pubertät und Ähnliches. Wenn er wächst, den in die Gesellschaft einzuführen, dann gibt es den schönen Begriff des Tutor aus dem Tutor sein, Hilfe, sein, Freund sein, all diese Rollen, das sind ja ganz viele verschiedene Rollen. Wer kann zur Hölle das übernehmen? Und dann hat er sich erinnert, dass er selber einen Freund, Tutor und Lehrer hat. Und das war eben der Herr Mentor. Und dann hat er den Herrn Mentor gefragt Mentor, würdest du diese Aufgabe übernehmen, für den Telemach zu sorgen und den zu einem würdigen König von Ithaka zu machen? Und den eben Vaterersatz, seinen Lehrer? Dem alles Mögliche beibringen, den in die Gesellschaft einführen. Und so weiter. Und der Mentor hat gesagt Ja, das mache ich. In der Ilias wird das ein bisschen schöner beschrieben, wie wir es jetzt hier machen. Wunderschöne Geschichte, die Heldenreise. Natürlich sträubt er sich am Anfang, aber übernimmt dann doch die Aufgabe. Und es geht eben so aus Telemach kommt nach über 20 Jahren zurück und kommt dann in den Thronsaal. Die ganzen Freier wollen seine Frau heiraten, weil jeder glaubt, dass er tot sei. Odysseus und der Telemach steht dort und schießt mit Pfeil und Bogen durch die zwölf Äxte durch. Das ist dieses Bild, was sehr bekannt ist. Das heißt, er beweist, dass er ein würdiger König von Ithaka ist. Und Odysseus sieht das, und die fallen sich alle in den Armen. Und Happy End. Das bedeutet, der Herr Mentor hat eben den Telemach zu einem würdigen König von Ithaka gemacht. Und diese 2500 Jahre alte Tradition, die leben Menschen in den Mentoren von heute weiter. Das heißt übersetzt Mentoren sind Königsmacher. Und wer sind die Könige von heute? Du weißt, ich glaube fest daran, dass wir in unserer Gesellschaft mehr erfolgreiche Unternehmer brauchen. Und ich glaube einfach, dass die diese Aufgabe von Königen haben, nämlich für uns, für unsere Gesellschaft zu sorgen, nicht zu regieren, nicht zu herrschen, sondern wirklich dafür zu sorgen, dass es uns gut geht. Und das ist ja, da haben wir schon drüber gesprochen, warum brauchen wir mehr Unternehmer in unserer Gesellschaft? Und das war dieses Bild des Mentors, was ich damals übernommen habe. Und weil auch, es ist eben mehr wie ein Unternehmensberater, es ist mehr wie ein Trainer, es ist mehr wie ein Coach. Es ist mehr wie ein Networker, der dafür sorgt, dass Kontakte hergestellt werden. Dass ich sage, ich habe in meinem Netzwerk Leute, die können jetzt zum Beispiel einen Podcast mit dir gemeinsam machen. Und ich sage dir jetzt mal, wir machen einen Businessplan, wir machen Zahlen, Daten, Fakten oder wenn du ein persönliches Meinste Thema hast wir machen mal Coaching. Ich höre aber auch gerne zu, auch gerne mal bei den privaten Problemen und helf dir vielleicht mit Coaching oder mit Mitarbeitern mit Mitarbeitern, wo wir mal über die Transaktionsanalyse sprechen. Das heißt, es ist ein viel, viel schönere Begriff, wie zu sagen, ich bin Trainer, Berater, Coach und Speaker, das in einem Wort zusammenzufassen, in dieser alten Tradition, in dieser wertvollen Königsmacher Tradition zu sagen, ich bin Mentor und da kommt der Begriff her.

Volker: Sehr, sehr, sehr schöne Sache. Und da habe ich gerade gezuckt, weil tatsächlich ich finde, Coach und Mentor, das können wir überhaupt nicht vergleichen.

Thomas: Das sind unterschiedliche Rollen. Der Mentor ist sozusagen der Überbegriff. In meiner täglichen Arbeit merke ich das. Manchmal bin ich in der Rolle des Coaches, manchmal in der des Beraters, manchmal in der Rolle des Freunds, manchmal in der Rolle des Trainers, dass ich sage Jetzt mach mal, ich bin mal jetzt dein Kunde, jetzt fahren wir mal ein Verkaufsgespräch oder trainieren wir das? Wie auch immer, das sind unterschiedliche Rollen, genauso wie es in deiner Persönlichkeit ja unterschiedliche Rollen gibt. Wenn dann das SUP Personality, also deine Persönlichkeit besteht aus SUP Personality unter Persönlichkeiten, das merken wir daran. Wenn du frisch verliebt bist, dann redest du anders. Wenn du ein kleines Kind gegenüber bist, dann redest du anders. Wenn du einem Kunden gegenüber bist, redest du anders. Wenn du einem Mitarbeiter gegenüber bist, redest du anders. Trotzdem bist du jedes Mal authentisch. Das sind einfach die unterschiedlichen Rollen. Woher kommt der Begriff bei mir? Warum habe ich den übernommen? Ich kann mich noch gut an meine erste Coaching Ausbildungen erinnern. Das war bei dem Dr. Knieriem in Kassel. Liebe Grüße Wenn er es hört Ich glaube, er hat uns abonniert, wenn ich das richtig sehe, weil wir immer noch Kontakt haben. Es ist jetzt über 20 Jahre her und der hat dann sehr streng darauf geachtet, dass wir in der Coaching Rolle drin bleiben, dass der Coach Rolle drin bleiben. Und dann ging es dann darum, was ist überhaupt Coaching? Also Coaching geht von der Idee aus, dass die Lösung im Coaching, also im Klienten, schon vorhanden ist. Und du musst nur intelligente Fragen stellen, also nur in Anführungszeichen, nur intelligente Fragen stellen, um diese Lösung beim Klienten, beim Cauchy nach oben zu bringen, an die Oberfläche, dass sie sichtbar wird. Und das war nie mein Ding. So richtig, weil ich, wenn mich einer gefragt hat, wie werde ich erfolgreich? Als Unternehmer habe ich gesagt Pass auf, ich habe mich 1988 selbstständig gemacht, habe 100.000 Fehler selber gemacht. Ich kann dir sagen, wie es geht. Und Dr. Knieriem hat dann immer der Andreas immer interveniert. Nein, es geht nicht um deine Meinung, sondern es geht darum, dass du wertschätzend das Innere des Coachees nach oben holst. Und was passt zu dem, was er dir für eine Idee da ist das immer. Das ist überhaupt nicht mein Ding. Weil wenn der mich fragt, wie es geht, dann gebe ich ihm eine Antwort Das ist ja furchtbar. Wenn ich einer frag Sag mal, wie komme ich zum Bahnhof? Und du sagst Was macht die Frage gerade mit dir?

Volker: Schöne Idee.

Thomas: Alte Psychologen Spruch. Schön, dass wir drüber gesprochen haben. So, ich weiß es auch nicht. Aber gut, dass wir darüber gesprochen haben. Ich würde durchdrehen. 

Volker: Du würdest dann den Weg zum Bahnhof gemeinsam versuchen zu erarbeiten?

Thomas: Ja, genau. Genau. Welche Hilfsmittel stehen dir dann zur Verfügung? Hast du es schon mal geschafft, zu einem Bahnhof zu kommen? Welche Maßnahmen hast du denn damals getroffen, um zu einem Bahnhof zu kommen oder zu einem Flughafen, oder? Das sind alles intelligente Fragen, das ist Coaching. Das ist auch wenn es indiziert ist. Sagen wir also, wenn das sinnvoll ist, auch toll. Das soll jetzt gar nicht ins Lächerliche gezogen werden. Ganz im Gegenteil, es sind äußerst wertvolle Tools. Aber nicht, wenn mich jemand fragt Wie werde ich erfolgreich? Wenn es mein Thema ist, dann. Kann man fragen Warst du schon mal erfolgreich in deinem Leben und welche Methoden haben dich dort hingeführt? Weil es müssen deine Methoden sein, wie du hinkommst. Wenn du aber sagst Wie schreibe ich ein Angebot, dann kann ich dir dort helfen. Das ist meine Mischung. So und deswegen. Ich habe dann damals eben gesagt, ich möchte eben gerne wirklich aus meiner Erfahrung einen Ratschlag geben. Und dann hat er gesagt Du, Thomas, Ratschläge sind auch Schläge. Oh, habe ich gedacht. Ja, das stimmt. Blöd. Aber er hat gesagt, du darfst mir einen Tipp geben oder du darfst ihm auch eine Antwort geben. Aber du musst dann sagen Achtung, lieber Klient, jetzt verlasse ich die Rolle des Coaches, begebe mich in die Rolle des Beraters. Und in dieser Rolle kann ich dir einen Tipp anbieten. Möchtest du den hören? Und da sagt er ja, frag nicht so blöd, sonst hätte ich ja nicht gefragt. Natürlich möchte ich den Tipp hören und dann darfst du als Berater diesen Tipp und diese deine Erfahrung teilen, diesen Tipp geben. Und dann sagst du Jetzt verlasse ich die Rolle des Beraters wieder und begebe mich auch wieder in die Rolle des Coaches.

Volker: Du, du ahnst, ich würde dich komisch angucken, wenn du das in einem Gespräch mit mir machen würdest.

Thomas: Meine Antwort an den Andreas Knieriem damals war also Ich werde im Rest meines Lebens bestimmt noch ganz, ganz viele Dinge tun. Das gehört definitiv nicht dazu. Also nie im Leben würde ich das kommt nicht über meine Lippen. Also jedenfalls nicht im Coaching Kontext. Jetzt habe ich ja gesagt, aber jedenfalls nicht in diesem Kontext. Nie im Leben werde ich das machen und habe dann damals fast die Ausbildung abgebrochen. Er hat mich dann überzeugt davon, dass ich weitermache. Zum Glück muss ich sagen. Aber ich habe gesagt Nein, ich will auch gar kein Coach sein, der sagt Jetzt verlasse ich die Rolle des Coaches, ich brauche eine andere Rolle. Und ich bin auch nicht nur in der Rolle des Beraters. Das ist mir auch zu eindimensional. Ich habe drei Coaching Ausbildung gemacht. Also wenn das sinnvoll ist, dann will ich coachen und wenn ich trainieren will. Ich mache ganz, ganz, wirklich sehr, sehr gerne stehe ich vor einer Gruppe oder vor einzelnen Menschen und trainiere die in meinen Seminaren. Und es macht mir einfach Freude und Spaß. Das ist wieder eine andere Rolle. Und natürlich habe ich ein riesen Netzwerk in den mittlerweile 34 Jahren, die ich da selbstständig bin, aufgebaut, kennen 100.000 Leute, kann Kontakte herstellen und ich liebe das, Kontakte herzustellen. Welche Rolle habe ich jetzt? Und deswegen sage ich immer Menschen, die so in einer ähnlichen Rolle sind wie ich, die haben eine ganz, ganz lange Visitenkarten, so Querformat, Wissen, Karten, wo dann drauf steht, Berater, Trainer, Coach, Speaker und sonst irgendwas. Und ich habe ewig nach einem Begriff gesucht. Manchmal ist man ja blind. So betriebsblind nennt man das. Meine Mutter hat mir, als ich noch sehr jung war, ich habe früher gelesen als Kind wie gestört unter der Bettdecke. Das haben wir schon ein paarmal gehabt. Meine Mutter hat halt immer gesagt, du verdirbst dir die Augen mit der Taschenlampe, dann kommt dieser Sender. Erlaubt mir doch, mit Licht zu lesen. Nein, du musst schlafen. Was auch gestimmt hat, weil ich morgens todmüde war. Aber ich habe die ganze Nacht gelesen, heimlich, mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Und meine Mutter hat mir ein tolles Buch geschenkt, nämlich die griechische Sagenwelt für Kinder, für Jugendliche, in einer Sprache geschrieben, die wirklich für Jugendliche geeignet war. Weil Homer selbst ist ein bisschen anspruchsvoller zu lesen, aber es war eben für Kinder aufbereitet und ich habe das geliebt. Und viele kennen auch dieses Hörbuch. Es gab eine tolle Schallplatten, die Irrfahrten des Odysseus. Ich habe diese Platte so oft gehört. Ich glaube, die Nadel kam schon auf der anderen Seite raus. Und dann ist mir plötzlich das war 2001 oder 2002, ich habe mir das Gehirn zermartert Wie nennst du das? Was für ein Begriff gibt es, der diese ganzen Rollen miteinander vereint? Und irgendwann bin ich nachts wach geworden. Wie blöd kann man sein? Seit Kindheit an kennst du den Begriff des Mentors und war für mich klar das ist der passende Begriff für mich. Und nebenbei eine Side Story. Manchmal gibt es ja Dinge und Begriffe, Produkte, die einfach zur richtigen Zeit kommen. Und manchmal bist du ein bisschen zu früh in deiner Zeit. Du kannst das mit dem Newton von Apple, der kam raus, das war schon ein richtiges iPhone sozusagen. Da konnte man mit dem Stift schreiben Hand Erkennung, konnte tolle Sachen machen, es war aber ein Flop. Es war einfach zu früh. Später mit dem iPhone anderer Name, gleiche Idee. Da war die Zeit richtig, als ich mit dem Begriff Mentor um die Ecke kam. Mentoring? Das habe ich ja vorhin erzählt, haben viele Leute gefragt. Ja, aber das kostet doch kein Geld. Ein Mentor macht das doch unentgeltlich. Nein. Dann habe ich die Geschichte erzählt von dem Vorgesetzten, der ja auch bezahlt wird. Wer ist jetzt heute dein Chef? Ah, das bin ich selber. Okay. Und dann ist etwas passiert, was überhaupt nichts mit mir zu tun hatte. Was aber mein Business nach vorne katapultiert hat, das war ein echter Booster. Und zwar du kennst diese ganzen unsäglichen Castingshows und früher hießen die in den ersten Casting Sendung hießen die Leute, die die Leute da gecastet haben, die hießen Juroren. Das waren also die Menschen, die in der Jury saßen, die haben bewertet, bist du geeignet, da eine Runde weiterzukommen? Und irgendwann haben die dann den Begriff, weil das auch ziemlich inflationär war, den Begriff des Coaches genommen. Dann waren das Coaches, die haben also nicht nur bewertet kommst du weiter, sondern die haben sich auch in den nächsten Runden gecoacht und dich dabei unterstützt, da weiterzukommen. Und irgendwann, ich glaube, das war bei Voice of Germany, das war ja ein etwas anderes Konzept, was auch sehr viel wertschätzender war, wie dieses Dieter Bohlen Konzept, weil man gesagt hat, ich sehe den Probanden nicht, ich höre nur auf die Stimme. Das Feedback war immer sehr wertschätzend, auch wenn jemand nicht weitergekommen. Es haben die Dänen immer gelobt und so ganz, ganz tolles Konzept. Und das waren zum Ersten Mal Mentoren. Das heißt, dieser Begriff war plötzlich extrem verbreitet, weil Vox damals oder Pro7, das weiß man ja genau. Ich glaube, die wechseln sich ab. Gesagt hat in dieser Voice of Germany Staffel, das sind unsere Mentoren und plötzlich war der Begriff in aller Munde und mein Business ist explodiert, weil die Leute verstanden haben, was ein Mentor ist. Also das war äußerst spannend. Manchmal sind die Dinge, die von außen kommen, die es braucht, um da noch einen zusätzlichen Schub zu geben.

Volker: Sehr, sehr spannend. So, das war kleiner Geschichtsunterricht heute im Podcast.

Thomas: Ja, genau deswegen einfach nach den richtigen Begriffen suchen, schauen, welche Rolle man hat und wirklich auch mal in die eigene Vergangenheit schauen. Und auch wenn die Zeit scheinbar zu früh ist oder der Begriff noch nicht so bekannt ist, auch da hat mich mein Mut belohnt und deswegen unsere eigentliche Empfehlung. Bleiben Sie mutig.

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