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Woran glaubst Du?

Auch in dieser Episode geht es weiter darum, was es für eine starke Positionierung braucht. Warum und was der Glaube mit Eigenverantwortung zu tun hat – das erfahren Sie im heutigen Gespräch.

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Inhalt der Episode

Auch diese Podcast-Episode thematisiert die perfekte Positionierung. Zwei von den fünf Punkten zur Positionierung hat Thomas bereits in Episode 2 behandelt. Diese Folge beschäftigt sich mit dem Thema „Woran glaubst du?“. Nicht auf spiritueller oder religiöser Ebene, sondern, woran man als Mensch bzw. Unternehmer glaubt.

Thomas Göller glaubt daran, dass die Gesellschaft mehr Unternehmer braucht! Unternehmer, die mit Herzblut dabei sind und die alles für ihr Unternehmen tun. Wie er diese Vision begründet und ausführt, erklärt er in dieser Folge. Außerdem hat er auch definiert, woran er nicht glaubt. Warum Aktiengesellschaften sogar eher schädlich sind für die Gesellschaft wird ebenfalls erläutert.

Am Ende des Tages passieren drei wichtige Dinge: Würde es mehr Unternehmen geben, gäbe es weniger Krieg, mehr Gesundheit und letztendlich auch mehr Umweltschutz. Was hinter dieser These steckt wird und wie diese sich begründet, wird durch Thomas Beispiele deutlich.

Es stellt sich also die Frage: „Was ist das, was Sie antreibt? Warum stehen Sie morgens auf? Woran glauben Sie?“

Grundsätzlich ist es wichtig, immer wieder darüber nachzudenken, denn manchmal verschieben sich Dinge auch ein wenig. Dann ist eine neue Anpassung mit den neuen Erkenntnissen nötig. Es handelt sich dabei um einen kontinuierlichen Prozess.

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Der Unternehmer-Academy Podcast | Volker & Thomas

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Transkript zu dieser Episode

Volker: Wir sind immer noch beim Thema Positionierung. Du hast gesagt, es gibt fünf Punkte, die wichtig sind oder denen man sich klar sein sollte, um sich richtig zu positionieren. Zwei haben wir schon behandelt. Wollen wir die nächsten drei machen?

Thomas: Genau. Ich nenne das so Persönlichkeitsrat an einer Stelle. Wir haben schon gesprochen über die Werte und wir haben über den Sinn gesprochen. Und das dritte, und das ist so ziemlich das schwierigste Thema überhaupt. Also die nächsten zwei sind echt schwierig oder sind aufwendig. Da hängen die Leute, die das machen, meine Klienten, am längsten dran. Aber es lohnt sich am meisten, deswegen mache ich da so ein bisschen Mut. Das dritte Thema ist „Woran glaubst du?“. Und mit Glauben ist jetzt nicht irgendwie was Spirituelles gemeint oder irgendetwas Religiöses gar. Das spielt ja gar keine Rolle, sondern was glaubst du als Mensch, als Unternehmer? Und da hilft ein Beispiel. Das ist also kein Spruch, wenn ich sage: „Ich glaube daran, dass wir in unserer Gesellschaft mehr Unternehmer brauchen.“ Und ich habe eben auch definiert, woran ich nicht glaube. Zum Beispiel glaube nicht daran, dass damit gemeint ist, dass wir mehr Konzerne und AGs brauchen. Das liegt daran, weil ich glaube, dass AGs, Aktiengesellschaften sogar schädlich sind für unsere Gesellschaft, weil es da keinen echten Eigentümer gibt, sondern die Eigentümer denken, sie haben ein Stück Papier in der Hand und das ist ein Geldschein. Und sind sich nicht darüber im Klaren, dass sie Anteilseigner eines Unternehmens sind und dann eben nur Quartals getrieben sind und keine echten Werte schaffen. Und deswegen glaube ich, dass AGs schädlich sind für unsere Gesellschaft, die Rechtsform der AG schädlich ist. Die Grundidee, sich an einem Unternehmen zu beteiligen, zwar gut ist, aber die Ausprägung. Das sieht man an den Aktienkursen und was da passiert und dass das völlig losgelöst. Es gibt ja auch diesen Begriff der Realwirtschaft, losgelöst von der Realwirtschaft. Daran sieht man, dass das System halt nicht zu Ende gedacht ist. Irgendetwas ist da, ist irgendwo ein Fehler drin. Aber was ich fest glaube, ist, dass wir Einzelunternehmer brauchen, Familienunternehmer, Mittelständler, Unternehmer, die sagen bei der Gründung nicht: „Ich denke schon an den Exit, und ich will nach zwei Jahren oder nach drei Jahren für eine Milliarde an Google verkaufen“, sondern „ich mache das, weil,“ es gibt diesen Begriff, weil das mein Baby ist, mein Business. „Ich mach das mit Herzblut“, die lieber selber nur Wasser und Brot essen, bevor ihre Mitarbeiter weniger Lohn bekommen. Solche Unternehmer brauchen wir. Diese Art von Unternehmern, die mit Herzblut dabei sind, die alles dafür tun. Die brauchen auch ein Umfeld, wo sie anerkannt werden, wo sie diese Wertschätzung bekommen. Deswegen glaube ich, dass wir generell und deswegen rede ich auch von Gesellschaft, nicht nur von Unternehmertum eine Akzeptanz für das allgemeine Unternehmertum brauchen für diese Menschen. Weil wie oft kriege ich mit, dass Unternehmer angefeindet werden, nur weil sie Unternehmer sind? „Du als Unternehmer, du hast gut reden, du sitzt zu Hause in deinem Schwimmbad und verdienst die Millionen.“ Was da für ein Risiko dabei ist und was für eine Verantwortung. Dieser Druck, der auf den Schultern lastet. Das sehen viele Leute nicht. Und deswegen glaube ich, dass es gesellschaftlich wirklich einen Ruck braucht, weil am Ende des Tages passieren drei wichtige Dinge. Ich glaube daran, dass wir weniger Krieg haben, wenn wir mehr Unternehmer haben. Ich glaube daran, dass wir mehr Gesundheit haben, wenn wir mehr Unternehmer haben. Und ich glaube daran, dass wir viel mehr Umweltschutz haben. Ich glaube daran als Drittes, dass wir viel mehr für die Umwelt tun, wenn wir mehr Unternehmer haben. Und ich möchte es einfach mal an drei Beispielen erläutern Wenn du, wenn du erlaubst, wenn wir die Zeit dafür haben, fangen wir an. Warum glaube ich das Unternehmertum, was mit weniger Krieg zu tun hat? Wie gesagt, wir reden von diesem kleinen Unternehmer, von den Mittelständlern. Wir reden nicht von Konzernen, von Waffenlobby und so was. Das ist natürlich eine Ausnahme, dass ein Waffenproduzenten Interesse hat, dass wir Krieg führen oder dass wir zumindest mal so tun als ob oder damit drohen. Das ist okay, aber die große andere Masse eben nicht. Und ich möchte da ein Beispiel davon erzählen. Oder zwei Beispiele sogar ich habe einen Klienten, den ich begleitet habe. Der hat Discounter beraten, und zwar die Lidl, die Aldis und die Nettos dieser Welt. Bei der Osterweiterung, also die sind vor zehn Jahren, haben sie sich aufgemacht oder schon länger in den Osten zu expandieren, erst zunächst in den europäischen Osten, also Polen, Ungarn und so weiter und so weiter. Und da hat er die Discounter beraten. Und er war dann zum Schluss in Moskau, hat ein eigenes Büro gehabt und hat dort einen großen Discountern, sehr bekannten Discounter beraten, weil die in Russland investieren wollten. Und da gab es jede Menge Geld und die russischen Behörden wollten das auch. Da gab es auch Geld und Vorteile bei der Grundstücksbeschaffung, um solche Dinger zu bauen. War ein sehr schwieriger Prozess und irgendwann kam der völlig frustriert zurück und hat gesagt: „Ich brauche deine Unterstützung, ich muss mich neu positionieren.“ Da sind wir wieder beim Thema, weil ich gebe jetzt hier auf, ich gehe zurück nach Deutschland, weil das funktioniert hier nicht. Also was funktioniert denn nicht? Die spielen hier gerade Kalter Krieg. Wir haben alle gedacht, das wäre vorbei. Aber durch diese Sanktionen weltweit. Die USA machen Sanktionen, die EU macht Sanktionen. Deutschland macht Sanktionen. Russland schießt mit Sanktionen zurück. Durch diese Sanktionen sind sämtliche Business Tätigkeiten hier auf Eis gelegt. Die Gelder sind eingefroren, wir können keine Grundstücke kaufen. Es ist. Ich sitze hier rum. Wir könnten anfangen. Es funktioniert nicht. Unternehmer wollen Handel treiben, Unternehmer wollen Geschäfte machen. Die wollen nicht, dass Sanktionen kommen und Krieg spielen. Also das ist so das, was ich meine, dass wir mehr Unternehmer brauchen und das ist dadurch weniger Krieg gibt. Und ein Beispiel Es gibt diese einen Moment Situation, wo die in einem Moment deines Lebens für den Rest deines Lebens etwas klar wird. Und einen Moment hatte ich Ende der 90er Jahre, da ging es darum, dass ich einen Vortrag halten durfte bei der IHK in Bad Kreuznach. Vor ein paar Unternehmern waren so knapp 100 Unternehmer und ich hatte damals mein Ladengeschäfte noch und wir hatten bis 20 Uhr auf. Der Vortrag sollte um 19 Uhr beginnen. Kein Problem. Ich hatte ja Mitarbeiter gehabt, habe mich dann so um zwanzig nach sechs, 20 nach 18 Uhr aus dem Geschäft raus bewegt. Nein, ich wollte mich aus dem Geschäft raus bewegen. Und dann kam so die typische Situation, wo der eine Mitarbeiter noch mal am Ärmel zappelt. Nur eine Sekunde ganz kurz noch und dann noch eine. Da kam der nächste und irgendwann habe ich dann auf die Uhr geguckt. Dann war es schon kurz nach halb und dann habe ich mich in meinen kleinen Sportwagen gesetzt und bin relativ flott Richtung IHK gefahren. Also es war jetzt nicht so schlimm, aber ich bin etwas schneller wie 50, wie die erlaubten 50 gefahren, um pünktlich da zu sein. Ich war schon relativ spät dran und da hat mir einer die Vorfahrt genommen und das war ne ziemlich doofe Situation. Wir konnten beide bremsen. Er hat eine gute Reaktion gezeigt, ich auch. Ich konnte ausweichen. Es kam zum Glück keiner entgegen. Ist also nix passiert. Aber in meiner Adrenalin Schock habe ich den mit dem Vogel gezeigt. Ich hab doch so ein Idiot, der fährt mir da voll vors Auto. Natürlich hab ich nicht dran gedacht, dass ich auch etwas flott unterwegs war, aber da werden wir auch vor das Auto gefahren, wenn ich weniger flott unterwegs gewesen wäre. Er hat Schuld gehabt, aber es ist ja zum Glück nichts passiert. Jedenfalls habe ich ihm den Vogel gezeigt, um meinen Adrenalinspiegel abzubauen. Mir ging es dann auch danach besser. Ich war drei Minuten vor sieben in dem Saal. Der Präsident der IHK Koblenz hat schon so eine kleine Einführungslaudatio gehalten und hat mich dann schon angekündigt. Dem ist ein richtiger Stein vom Herzen gefallen, als er mich da an der Seite hat stehen sehen. Hat mich dann auf die Bühne geholt und hat noch ein bisschen was erzählt. Warum ich eben diesen Vortrag halten soll, was ich mache, wer ich bin und so weiter. Und während er so erzählt, hat man ja Zeit auf der Bühne und guckt so in den Raum rein. Und dann gucke ich in die erste Reihe und denke „Scheiße, den kennst du.“ Und wie das halt so ist, das war mein fast Unfallgegner von eben. Der saß in der ersten Reihe. Der ist deswegen so schnell gefahren und hat nicht auf die Vorfahrt geachtet, weil der pünktlich zu meinem Vortrag kommen wollte. Ich bin bald gestorben. Ich habe ihm den Vogel gezeigt. Ich habe damals gedacht Schau mal, ich kriege jetzt hier vielleicht, wenn da 100 Leute gesessen haben, ich weiß nicht, ob 70 oder 100 waren, so in der Größenordnung. Ich kriege jetzt hier 99 Kunden vielleicht. Also ich habe die Option, 99 Kunden zu gewinnen. Einer ist nicht dabei. Das ist der, den ich den Vogel gezeigt habe. Übrigens heute, nach 20 Jahren, würde ich sagen „Das stimmt gar nicht.“ Wenn ich auf den zugegangen wäre und hätte mich entschuldigt, wozu ich damals nicht den Hintern in der Hose gehabt habe und hätte meine Entschuldigung gesagt in der Situation „Tut mir echt leid“, wäre vielleicht auch ein Gespräch daraus geworden. Vielleicht wäre das gerade dann mein Kunde geworden, weil er mich und das hätte.

Volker: Hätte man sehr gut erklären können. Hätte sagen können: „Na gut, Sie sehen jetzt, warum ich vielleicht ein bisschen zu schnell unterwegs war und unter Stress stand.“ Hätte man toll erklären können.

Thomas: Ja, also das kommt so die Seiteneffekte, die Nebeneffekte, wo ich heute sage, damals habe ich gedacht „Scheiße, den kriegst du nie als Kunden“ oder „den hast du jetzt verbrannt“. Aber das als Chance zu sehen, mit dem ins Gespräch zu kommen und tut mir echt leid, ich war im Adrenalin. Ist ja zum Glück nichts passiert, aber es war auch nicht meine Schuld und so hätte man tolle Sachen machen können, da hast du vollkommen recht. Aber diese Erkenntnis, diese One-Moment Erkenntnis, die ich da hatte, war: So Kriege fangen an, weil sich zwei Idioten den Vogel zeigen. So fangen Kriege an und das hat mich unglaublich beschäftigt, dass ich das nicht unter Kontrolle hatte, dass ich wirklich diesem Adrenalinschub da Folge geleistet habe, ohne nachzudenken. Und das mache ich heute nicht mehr. Ich fahr seitdem entspannter Auto. Ich lass Leute vor, weil ich denke dann, wenn die an einer Kreuzung stehen, und schon eine Ewigkeit warten, wenn ich den jetzt vor lasse. Ich lasse den einen ein Auto vor. Wie viel Millisekunden meiner Lebenszeit kostet mich das? In der Regel gar keinen, weil der vorne wieder abbiegt in die nächste Straße und ich kann den Verlust von wenigen Millisekunden wieder aufgeholt habe und denke ja so, so durchs Leben zu gehen, das entspannt und das ist gut.

Volker: Na ja, und ich sage mal, diese Situation kennen wir alle. Man macht mal einen Fehler. Aber die richtige Reaktion ist jetzt noch mal, um diese Situation einzuordnen. Wenn man jemandem die Vorfahrt genommen hat alle haben irgendwie aufgepasst, es ist nichts passiert, dann sollte man einfach für diesen Moment dankbar sein, dass nichts passiert ist. Und weiterfahren.

Thomas: Ja, ganz genau. Der zweite Aspekt Da haben wir. Gesprochen, dass ich sogar glaube, dass es mehr Gesundheit in dieser Welt gibt. Und da reden wir nicht über diese tollen Unternehmer, über die ja gesprochen wird, die jetzt Impfstoffe entwickeln oder sonst irgendwas, sondern so ganz allgemein darüber, dass wir Unternehmer brauchen, damit die Weltbevölkerung gesünder ist. Und ich habe da ein konkretes Beispiel, wo mir das klar geworden ist. Ich habe eine Klienten aus München, Heidi Schiller, die investieren in Afrika, in Solartechnik und zwar bauen die Solar Häuser praktisch im freien Feld, sozusagen, wo die Menschen wohnen. Da gibt es aber keine Infrastruktur, also keine keine Stromleitungen über Land. Und die deutsche Bundesregierung macht als Entwicklungshilfe. Investieren die dann in die Kraftwerke. Das nützt aber der Bevölkerung auf dem Land gar nichts, weil es gar keine Stromleitungen gibt. Und die machen das nicht als Entwicklungshilfe, sondern die haben daraus ein Geschäftsmodell gemacht, also eine Art Franchise Konzept. Man kann also sie lernen dort jemand an. Der ist in diesem Solar Häuschen, die nennen das Kiosk in dem Solar Kiosk drin und lädt dort Akkus und verleiht diese Akkus. Und dadurch haben die Leute eben Strom. Der kommt aus den Akkus und haben dann eben Licht oder können eine Nähmaschine betreiben oder was auch immer. Die habe ich gefragt wie geht es? Laufen die Geschäfte und die sagt ja ganz gut, aber wir machen momentan mit ganz Westafrika oder mit großen Teilen Westafrikas gar keine Geschäfte mehr. Das ist ein bisschen blöd. Sagt Warum das denn? Na ja, weil da wütet das Ebola-Virus. Scheinbar betrifft das nicht die Industriestaaten. Und das ist sehr teuer, das zu entwickeln. Und die können das nicht so honorieren und bezahlen. Und deswegen hat die Pharmaindustrie da kein großes Interesse dran. Es wird nur sehr mäßig betrieben, die Leute da zu schützen oder Impfungen zu entwickeln oder irgendwas zu entwickeln. Das diese Virus Ebola, das das eingedämmt wird. Und da habe ich schon gedacht Ja guck mal, die will Handel treiben. Wenn mehr Leute, wenn es weltweit und zwar in allen Gesellschaften, nicht nur bei uns mehr Unternehmer gäbe, dann wäre der Druck viel größer, weil wie gesagt ganz oder Teile Westafrikas keinen Umsatz, weil Ebola eine blöde Situation. Und das finde ich sehr geschickt, dass man gar nicht sagt, wir müssen, um die Welt zu verbessern, für mehr Gesundheit sorgen, sondern das entsteht dann aus sich heraus, aus Eigennutz, weil ich möchte Geschäfte machen, hier liegt was brach. Ich könnte Geschäfte machen, darf aber gar nicht ins Land rein, will auch nicht ins Land rein. Ich habe auch Angst, mich anzustecken. Wie auch immer. So, jetzt sorgt auch mal bitte dafür, dass wir hier vernünftige Medikamente entwickeln, damit das eingedämmt wird. Das ist der zweite Grund, warum ich glaube, dass wir mehr Unternehmer brauchen. Gesundheit und die Geschichte habe ich auch schon ein paar Mal erzählt. Warum hat das was mit Umweltschutz zu tun? Und da rede ich nicht über diese Green Unternehmen, die sind auch alle wichtig und toll. Und Unternehmen haben in ihren Werten festgelegt, dass sie was für die Umwelt tun wollen, dass sie ressourcenschonend umgehen wollen. Das ist alles prima, aber das meine ich gar nicht. Ich meine zusätzlich noch was ganz anderes. Ich habe einen Klienten, den darf ich beraten. Der war früher Mitarbeiter, war Filialleiter bei mir in meinen EDV System Häusern. Und als ich die verkauft habe, hat er sich kurz danach selbstständig gemacht und ich habe das die große Ehre gehabt, weil es war ja ein großer Vertrauensbeweis. Große Ehre gehabt, dass ich ihn eben als Unternehmensberater und Mentor begleiten durfte auf seinem Weg in die Selbstständigkeit. Und das hat auch ganz gut funktioniert, funktioniert auch zum Glück immer noch ganz gut. Und jedenfalls eines schönen Tages kommt er auf den Hof gefahren mit einem Mercedes Kombi. Tolles Auto und ich war selber so ein Auto. Mercedes Kombi 350 hat er gehabt, ich auch. Ich habe mal Benziner gehabt als Diesel. Ich spiele aber nur eine untergeordnete Rolle. Jedenfalls fast die gleichen Autos sein. Aber wahr ist so ein bisschen goldfarben und er kommt auf den Hof gefahren und man sieht aus unserem Büro raus den Parkplatz. Ich habe einen eigenen Parkplatz für Klienten. Man sieht vom Büro aus diesen Parkplatz und er kommt ins Büro rein und zeigt auf sein weißes Auto und sagt „Guck mal, habe ich mir neu gekauft. Konnte ich mir jetzt endlich leisten und gönnen, weil das Geschäft läuft ganz gut. Unternehmen läuft gut“ oder toll. Gratulation und wollte weitermachen im Text. Er war ja da, um sich beraten zu lassen. Und dann sagt er zu mir Es ist ein bisschen Technik verliebten Auto verliebt, muss man dazu sagen, aber das ist ja nicht verwerflich. Also willst du mal mitfahren? Willst du dir mal angucken? Und der erste Impuls war so Guido, ich fahr selber so ne Kiste. Ich weiß, wie sich das anfühlt. Lass uns arbeiten. Natürlich habe ich dann gesagt Na, der braucht seine Bestätigung, das ist wichtig für ihn. Hab gesagt Ja, ich gehe mit raus, guck mir das an, komm, wir fahren mal ne Runde Ding 250er Diesel. Warum soll ich da erst mit? Aber natürlich habe ich mich auf den Beifahrersitz gesetzt. Ich bin dann mit ihm mitgefahren und jetzt muss man wissen, der war ja Filialleiter und ich hatte für alle Filialleiter und für die Techniker eigene Autos. Wir hatten dann 14 oder 15 Nissan Sunny gehabt und meine Mitarbeiter sind mit diesen Autos durch die Gegend gerast. Digital, also digital heißt Vollgas voll Bremse. Mehr Zustände kannten die nicht. Und das war natürlich vom Spritverbrauch, von den Bremsen, Verbrauch, vom Kupplung Verbrauch von vor allem sehr teuer und sehr aufwendig. Und ich konnte ihnen einfach nicht beibringen. Sprit sparen und Werkstatt sparen Auto zu fahren. Klammer auf. Ich war eigentlich selber dran schuld, weil ich habe die so hoch motiviert, dass ich immer gesagt habe ihr müsst schnell zum Kunden. Hab das gar nicht gemerkt, dass ich da falsche Prioritäten gesetzt habe und die waren auch nicht. Keine Ahnung. Ich habe nicht so weit gedacht, dass an der nächsten Ampel in der Stadt alle anderen, die sie jetzt überholt haben, wieder hinten dran stehen und sie null Zeit gespart haben. Jedenfalls das war einer der schlimmsten oder der schlimmste Autofahrer. Der hat aus jedem Pfad zum Kunden, aus jeder Fahrt zum Kunden hat er eine Rally gemacht und hat sich wirklich zum Ehrgeiz gesetzt, da mit Vollgas durch die Stadt zu fahren. Und genau dieser Typ, neben dem setze ich mich in diesen Mercedes, schnallen mich an. Halt mich dann so ein bisschen fest, weil ich gedacht habe, jetzt kommt irgendwie um die 300 PS hat die Kiste, dann halte ich gut fest, weil jetzt wieder eine Fahrt und dann fährt er ganz sanft los und schleicht so vor sich hin und strahlt mich an und sagt „Guck mal, wenn ich hier auf Evi Economic drücke, dann braucht die Kiste irgendwie dreieinhalb Liter oder so was.“ Und ich gucke ihn an und sagt Sag mal was mit dir los. Weißt du, wie du mit meinem Auto, mit meinem Firmenwagen früher durch die Gegend gerast bist? Und da guckt er mich an, sagt lange nix und sagt dann irgendwann „Ja, Scheiße, jetzt muss ich den Sprit, der in den Tank kommt, tatsächlich selber bezahlen. Da habe ich mir früher nie Gedanken machen. Deswegen freue ich mich so, dass das Auto nur so wenig Sprit verbraucht.“ Und das ist das, was ich meine. Dieses aus sich heraus kommende Motivation, Dinge zu verbessern. Der hat nicht Sprit gespart, um die Umwelt zu schonen, sondern er hat Sprit gespart, um seinen Geldbeutel zu schonen. Das heißt, wenn wir mehr eigenverantwortliche Menschen in unserer Gesellschaft haben, also mehr Menschen, die zum Beispiel merken „Oh, können wir das Licht anlassen, dann ist das auf meiner Stromrechnung und nicht auf der Stromrechnung beim Chef.“ Der Strom kommt nicht aus der Steckdose, sondern ich muss tatsächlich selber bezahlen. Und das ist beim Sprit genauso und bei allem anderen auch. Dass wir dann einfach Dinge einsparen und damit für die Umwelt sorgen, dass wir nicht alles wegwerfen, dass wir gucken, ob wir was reparieren können. Weil ein Unternehmer, der macht eine Kosten-Nutzen-Rechnung und sagt Ich habe hier zu hohe Kosten, wo können wir einsparen? Und das sind so drei Themen. Warum? Ich glaube, dass wir mehr Unternehmer brauchen. Und das Wichtige ist, bevor wir vielleicht in der nächsten Folge auf das vierte große Thema eingehen. Das Wichtige dabei ist: Das ist nicht trivial. Das war jetzt ein schönes Beispiel und ich habe es hergeleitet. Aber an die Zuhörer gerichtet Was ist das, was Sie jetzt antreibt? Warum stehen Sie morgens auf? Woran glauben Sie? Volker Woran glaubst du unternehmerisch? Das sind so Fragen, und man merkt, da darf man so den einen oder anderen Moment drüber nachdenken. Und ich gebe zu, ich habe da jahrelang drüber nachgedacht, bis ich das so etabliert hat. Und dass ich das so erzählen kann, wie ich jetzt erzählen kann, das hat eine Zeit lang gedauert. Das ist nicht von jetzt auf gleich, dass man sagt, die Antwort ist 42. Das ist leider nicht so.

Volker: Na ja, und ich denke auch, es lohnt sich auch immer, weiter drüber nachzudenken, denn manchmal verschieben sich im Leben ja auch Dinge ein wenig. Und dann muss man auch so etwas wieder anpassen.

Thomas: Man muss es anpassen mit neuen Erkenntnissen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, ganz genau.

Volker: Und du hast am Anfang eine Geschichte, möchte ich noch mitbekommen, weil du gerade am Anfang hier eingeleitet. Das mit den großen Aktiengesellschaften und den kleinen Unternehmen. Und ich habe da auch jetzt in dieser Krisenzeit gerade etwas erlebt, was mich eigentlich beeindruckt hat eine Veranstaltungs Firma mit einer Menge Mitarbeitern. Die musste die in Kurzarbeit schicken, weil keine Veranstaltungen stattfinden, aber es wurde keiner entlassen. Stattdessen wurde der Fuhrpark verkauft. Und wenn ich das jetzt vergleiche Wir haben zum Beispiel als Bundesrepublik Deutschland die Luftfahrtindustrie unterstützt mit Milliardenbeträge und es führte zu Entlassungen. Also das zeigt für mich auch nochmal dieses Beispiel, was du jetzt hier auch über Unternehmer ausgemacht hast. Ja, wenn du ein kleines Unternehmen aufbaust oder allein unterwegs bist, dann nimmst du eine andere Verantwortung wahr.

Thomas: Ja, das ist so

Volker: Und mit Punkt 4 machen wir das nächste Mal weiter.

Thomas: Genau, würde ich auch sagen, weil da hat man erst mal genug zu kauen und zu agieren daran. Und in der nächsten Folge hören wir uns den wichtigen, sehr, sehr wichtigen Punkt 4 an in dieser Reise.

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