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Entscheidungen

Täglich treffen wir Entscheidungen. Unternehmer vermutlich mehr entscheidende für die Entwicklung des Unternehmens. Die meisten Entscheidungen sind zum Zeitpunkt der Entscheidung richtig!

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Inhalt der Episode

Was bedeutet es zu entscheiden? Was ist eine gute und richtige Entscheidung? Sind Sie Entscheidungsträger:in? Wie entscheiden Sie? Aus dem Bauch heraus? Oder bereiten Sie eine lange Liste von Vor- und Nachteilen vor? Manchmal fällt es uns leicht eine klare Entscheidung zu treffen. Andere Entscheidungen brauchen lange Gedankengänge und intensivere Überlegungen. Oder hat unser Bauch schon lange entschieden und wir brauchen nur noch eine logische Erklärung dafür?

Thomas und Volker haben in dieser Folge des Unternehmer Academy Podcast tolle Beispiele, die diese Thematik aufgreifen. Außerdem erklärt uns Thomas woher das Wort “Entscheidung” kommt und welche Bedeutung es mit sich bringt. Entscheiden Sie sich jetzt diese Episode zu hören und erfahren warum es keine falsche Entscheidung für Thomas Goeller gibt!

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Der Unternehmer-Academy Podcast | Volker & Thomas

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Transkript zu dieser Episode

Volker

Heute geht es um ein wunderbares Thema, das zweischneidig ist, wie du uns gleich erklären wirst, nämlich das Thema Entscheidungen. Und das ist ja auch ein Thema. Das betrifft Unternehmerinnen und Unternehmer ganz besonders, denn da sind viele Entscheidungen zu fallen. Aber es ist natürlich ein Lebensthema. Entscheidungen treffen wir ständig oder nicht?

Thomas

Ja, auch. Auch keine Entscheidung zu treffen ist eine Entscheidung.

Volker

Und oft keine gute.

Thomas

Selten eine gute, eher selten eine gut. Aber du hast vollkommen recht. Ich finde diese Beschreibung von dir ein Lebensthema. Vollkommen richtig. Klar, im Business, das macht eine Führungskraft, das macht man. Nicht umsonst heißen Führungskräfte Entscheider Eigentümer. Firmenchefs heißen Entscheider. Suchte den Economic al Bayer, das heißt es auf US amerikanisch, aber auf Deutsch nennen wir das. Bist du beim Entscheider? Also wer hat da die Macht zu entscheiden? Aber was heißt denn eigentlich entscheiden? Finde ich eine sehr spannende Betrachtung, mal da ein bisschen in die Tiefe zu gehen. Was ist eine gute Entscheidung? Was bedeutet es eigentlich zu entscheiden? Was bedeutet das für dich? Wie entscheidest du?

Volker

Das kommt immer auf die Tragweite an. Ich glaube, viele Entscheidungen, ich weiß nicht, wird bei dir ähnlich sein. Treffe ich so oft auch nebenbei. Ja, das sind diese Kleinigkeiten. Kaufst du jetzt da ein, kaufst du hier ein? Das sind, sage ich mal so, keine Ahnung. Da ist auch das Bauchgefühl oft entscheidend. Aber dann gibt es die großen Entscheidungen, die vielleicht in eine Richtung weisen. Wie entwickelt sich jetzt das Unternehmen, in welche Richtung, in den nächsten zwei, drei Jahren oder noch länger? Das mache ich so klassisch mit Kunden. Hm.

Thomas

Kennst du das, dass du solche Konten, also eine plusminus Seiten, eine Pro Contra Seite? Kennst du das auch, dass du die die Liste gemacht hast? Und auf einer der beiden Seiten ist eine eindeutige Übergewichtung, also entweder pro oder contra.

Volker

Von der von der einen.

Thomas

Seite und vielleicht auch von der Wertigkeit. Also beides. Du kannst ja dann, wenn du es richtig macht, zählst du die Anzahl, aber du gibst in den einzelnen Punkten auf dieser Liste auch eine Priorität. Ja, das ist so sollte man es eigentlich machen. So, so kenne ich das, so mache ich es auch so und dann sagt der okay, das sind zwar eindeutig mehr dagegen und weniger dafür, aber dieses dafür, dieses eine dafür ist so gewichtig, das ist alles andere vom Hocker haut. Wie auch immer. Kennst du das, das Du? Das ist ja eine rationale Methode, dass du mit dieser rationalen Methode zu einer Entscheidung finden müsstest. Konjunktiv. Dann aber doch anders entscheidest. Kennst du das?

Volker

Ja, kenn ich, kenne ich drei plus.

Thomas

Aber weil ich kenne das auch. Ich gucke dann da drauf. Okay, ich habe mich jetzt zur Klarheit geschrieben. Es spricht eindeutig viel mehr dagegen. Jetzt mal als Beispiel auch von der Prioritäten, von der Anzahl. Und ich mache es trotzdem.

Volker

Also ein Aspekt kann ich da schon für mich erklären. Das ist ja eine sehr rationale Ebene, wenn du sagst, ich mache hier Plus und Minuspunkte und dann gibt es ja bei allen Entscheidungen, die wir machen, immer noch ganz, ganz, ganz andere, Ja, manchmal, das ist auch vielleicht nicht immer klug, aber manchmal magister man halt ein Thema mehr. Ich habe aber auch gelernt, Themen, die ich lieber magister, entwickeln sich auch besser, weil ich mit ganz anderer Energie da drinstecke.

Thomas

Also ich habe für mich so, so eine Entscheidung getroffen, um dieses Wortspiel zu bemühen, dass ich sage, ich mach diese Liste und die hilft mir dabei, mir über meine Emotionen, meine Gefühle dabei klar zu werden. Das heißt, ich erlaube mir dann tatsächlich eine andere Entscheidung zu treffen, wie das das Rad zu mir vorgibt. Nicht immer. Manchmal ist es einfach, dass ich sage, ich habe keine Ahnung. Es ist mir eigentlich auch egal, aber ich will jetzt eine vernünftige Entscheidung treffen und dann mache ich so eine Liste und gibt den Prioritäten und gibt den der Quantität mit Qualität und Quantität und entscheidet dann einfach nach dieser Liste. Weil emotional sind beide Seiten dieses Kontos gleich. Das mache ich. Aber manchmal schreibe ich das auch auf und dann merke ich okay, bei dem einen grummelt im Bauch und bei dem anderen klopft mein Herz So, da kriege ich so in die Kniekehle so ein cooles Gefühl. Ach, und dann muss ich das machen. Auch gegen, gegen die Ratio. Und was mir da hilft, ist so eine Geschichte. Das habe ich mal auf irgendeinem Wissenschaftssender gesehen. Da ging es um Feuerwehrleute. Und zwar ich weiß nicht mehr, wie dieser Effekt heißt, aber du kennst das bestimmt, dass das so ein Feuer eigentlich nur noch glimmt. Also es ist gar kein offenes Feuer zu sehen. Und dann gibt es so ein vom Blut, dass plötzlich eine riesige Explosion stattfindet. Da weiß man selbst physikalisch nur ganz, ganz schwer, wie das funktioniert. Also man kommt, jemand macht die Tür auf, dann kommt Sauerstoff rein in den Raum oder mehr Sauerstoff und dann wird so eine Schwelle überschritten. Das kommt so ein bisschen auch aus der Quantenphysik, weil ja Energie in quantisierter Form abgegeben wird, nicht kontinuierlich, sondern immer in Quanten sozusagen. Und Quantum kann ja sehr klein oder sehr groß sein. Und irgendwann ist so ein. So eine Sauerstofffüllung da und dann explodiert das. Das ist so, wenn du zum Beispiel sagst, mehr Wasser gefriert bei bei null Grad, dann stimmt also unter bestimmten Bedingungen Druck usw.. Wenn du Wasser sehr, sehr langsam und sehr, sehr behutsam und ohne äußere Einflüsse, also ohne Erschütterung und sonst was ganz ganz langsam abkühlt, kannst du das? Ich hab die Zahl nicht mehr im Kopf, aber deutlich unter -10 Grad abkühlen und es bleibt immer noch Wasser, bleibt immer noch flüssig. Und wenn du dann die winzigste Störung reinbringt, also ein Hüsteln, eine winzige winzige Erschütterung, dann gefriert das komplette Wasser schlagartig auf einen Schlag. Und so ist das bei den Feuern offensichtlich auch. Und dann ging es darum, dass es ganz, ganz viele Beispiele und Geschichten, wo Feuerwehrleute plötzlich überhaupt kein Feuer zu sehen. Es riecht nur nach Rauch und es glimmt irgendwo in der Ecke und plötzlich schreit ein Feuerwehrmann Raus, raus, raus! Und die erfahrenen Feuerwehrleute hören da sofort drauf und rennen raus, verlassen das Gebäude und eine halbe Sekunde später explodiert das Gebäude. Wenn sie dringeblieben wären, wenn sie alle tot und die Wissenschaft will es rausfinden. Woher kommt diese Entscheidung, dass plötzlich jemand schreit Raus, raus, raus! Obwohl optisch und rational nichts festzustellen ist? Hast du eine Idee, woher das kommt?

Volker

Ich habe. Ich habe keine Ahnung. Aber ich glaube, es sind halt irgendwelche Sinne, die wir haben. Und wahrscheinlich wird man das irgendwann auch wissenschaftlich erklären können, nur heute nicht.

Thomas

Naja, in dieser Sendung ist versucht worden, das wissenschaftlich zu klären. Das ist also gar nicht übersinnlich sozusagen oder oder noch nicht erklärbar in unserem Sinne, sondern die haben versucht, dann eine sehr spannende, rationale Erklärung zu finden, die ich gut nachvollziehen konnte. Und zwar haben die gesagt, das sind oftmals erfahrene Feuerwehrleute, die das machen und die können dir hinterher nicht erklären, das ist nicht so, dass die, die dann sagen ja, ich habe das gesehen, habe das gesehen, hab gesehen, da macht einer die Tür auf und da habe ich gesehen, auf der anderen Seite macht eine, ist das Fenster eingeschlagen worden und deswegen habe ich jetzt kalkuliert und so und hab dann in meinem Großhirn entschieden, das ist eine gefährliche Situation und habe dann geschrien Raus, raus, raus. Nein, keiner von denen konnte erklären, wie er zu dieser Entscheidung kam. Aber man hat eben geguckt, wie viele die Situation haben. Hatten die schon, die ähnlich waren? Wie oft haben die das schon erlebt? Und unser Unterbewusstsein sammelt ja unfassbare Datenmengen an Informationen. Und offensichtlich ist das Gehirn imstande, diese Massen an Informationen zu verarbeiten, ohne dass unser Großhirn davon etwas mitkriegt oder unser Bewusstsein davon etwas mitkriegt. Deswegen nennt sich auch Unterbewusstsein. Und dann treffen wir eine Entscheidung und sagen dann aus dem Bauch raus. Nebenbei bemerkt gibt es im und um den Bauch, im Bauch in der Bauchhöhle mehr neuronale Zellen wie im Gehirn. Angeblich oder zumindest mal ähnlich viele. Deswegen sagen wir auch immer, die Sprache ist ja eines unserer Lieblingsthemen. Deswegen nennen wir das ja immer Bauchgefühl. Also unser Bauchgefühl sagt uns was.

Volker

Tatsächlich, also der ganze Darmbereich, dass man sagt auch das zweite Gehirn dazu.

Thomas

Ja, genau, genau. Und deswegen, das ist so die erste Erkenntnis unserer kleinen Podcastfolge zum Thema Entscheidung. Man darf sich da auf dieses auf diese Emotion verlassen, auf dieses Gefühl verlassen. Erst recht, wenn ich da Erfahrung habe. Wenn es eine komplett neue Situation ist, dann empfehle ich wirklich, diese Liste zu machen und mal zu schauen, wo kommt die Emotion her? Kommt die von der Angst oder kommt die wirklich aus der Erfahrung? Und wenn die aus der Erfahrung kommt, muss ich nicht erklären. Das kann auch der Feuerwehrmann nicht an der Stelle, sondern ich sage einfach, ich verlasse mich da drauf. Das ist ein cooles Thema. Wir haben es im Verlag immer wieder, wo wir sagen, nehmen wir dieses Thema, nehmen wir dieses Buch, machen wir das oder machen wir das nicht? Und wir haben natürlich den großen Vorteil, wir können das diskutieren, wir sind ja mindestens mal zu dritt in dem Kernteam, was die letztendlich diese Entscheidungen auch zu verantworten hat. Aber das ist natürlich. Ja, wir reden uns dazu Klarheit oder wir entscheiden uns so, klar?

Volker

Ja, klar. Ja, ja, ja. Und manchmal ist es halt notwendig. Und für mich ist das nur ein Weg zum Ergebnis. Es heißt noch lange nicht, dass aus dieser Analyse von gut und schlecht oder plus oder negativ, wie immer man das da sagen will, überhaupt das letztendlich Ergebnis fällt. Es geht einfach, nun mal Klarheit zu bekommen, was ist da auf dem Tisch?

Thomas Ist ja eigentlich bewusst, warum die meisten Menschen Entscheidung so unglaublich schwer fallen. Also das.

Volker

Kann keiner. Also.

Thomas

Es gibt diese wissenschaftliche Studie. Das mache ich auch meinen Vorträgen immer. Dass ich frage Wie viele Marmeladensorten gibt es in einem großen, zum Beispiel realen Markt? Das soll es keine Werbung sein, aber es kann Überbegriff sein. Also ein Jahr, das gar kein Discounter real ist, kein Discounter, sondern ein Lebensmittelsupermarkt. Oder wie nennt man das?

Volker

Ich weiß nicht. Gibt es real überhaupt noch oder ist es gerade am abwickeln? Aber das liegt daran, weil die zu viel haben.

Thomas

Das ist genau der Punkt. Wie viele Marmeladensorten gibt es bei Real oder gab es von mir aus bei Real? Bei uns in Ingelheim gab es einen Real, den gibt es sogar noch in meinem Laden. Sonst gibt es da zu viele. 30405060.

Volker

Ich weiß es leider nicht, die Marmeladen. Ich kann da immer nur erzählen, dass ich. Dass ich irgendwann mal irgendwelche Nudeln mitbringen sollte. Und ich bin. Ich bin rausgegangen und habe keine mitgenommen.

Thomas

Das ist genau das. Das ist Danke, weil das ist genau das, was passiert. Wir können. Von so einer großen Auswahl stehen wir vor einer Entscheidung. Und bevor wir dann eine falsche Entscheidung treffen oder überhaupt eine Entscheidung treffen, treffen wir lieber keine Entscheidung. Auch das ist eine Entscheidung, weil wir können das nicht wissen. Marmeladen, sondern gibt vom Aldi drei, genau drei. So einfach ist das. Der Umsatz von der Marmeladenumsatz bei Aldi ist um ein Vielfaches höher wie der Marmeladenumsatz bei Real. Warum? Brauchen wir diese Vielfalt an Entscheidungen. Also drei ist bestimmt eine gute Zahl. Aber warum fällt uns das so schwer? Einmal fällt es uns schwer, weil es eben bei einer großen Auswahl von Optionen und das Leben bietet uns oft eine große Vielzahl von Optionen. Klammer zu. Das fällt uns halt extrem schwer. Aber es gibt noch was anderes und was ganz bedeutend ist. Und so bin ich auch auf dieses Thema der heutigen Podcastfolge gekommen. Wo kommt denn das Wort Entscheidung eigentlich her? Und das Wort Entscheidung. Das ist ganz spannend. Das heißt eigentlich. Entscheiden heißt ein Schwert aus der Scheide ziehen. Ich entscheide das Schwert. Das Schwert steckt in der Scheide und ich ziehe das Schwert raus. Und das hat natürlich Konsequenzen. Mein lieber Freund und spiritueller Lehrer Corey, der macht mit. Wir haben letztes Jahr wieder einen tollen Workshop mit ihm gemeinsam gemacht, wo er ein Entscheidungsritual gemacht hat. Und dann erzählte er mir diese wunderbare Geschichte von dem Samurai, dem japanischen Samurai, diesem Krieger, der im Schneidersitz dort sitzt und meditiert. Und ein Feind kommt auf ihn zu und beleidigt ihn. Und der Samurai sitzt dort und meditiert. Man geht dann noch einen Schritt auf ihn zu und beleidigt ihn Schafe. Und der Samurai sitzt dort und meditiert. Und dann sagt er So Und wenn du dich jetzt nicht bewegst, und wenn du nicht machst, dann schlage ich dich tot. Und der Samurai sitzt dort, meditiert und dann greift der Gegner zum Schwert. Und dann sagt der Samurai. Auf Japanisch, was ich leider nicht kann. In einer unfassbaren Stärke und Intensität. Eine Bewegung weiter und du stirbst. Und wenn er sich dann weiterbewegt, zieht der Samurai das Schwert. Er entscheidet. Und diese Entscheidung ist tödlich, weil der so oft geübt hat. Und wenn er das macht? Diejenigen von unseren Zuhörerinnen und Zuhörer, die das schon mal live beim Park gesehen haben oder bei anderen Personen. Menschen, die das ein Leben lang üben. Mittlerweile in einem Alter, wo ich das mit dem Auge nachvollziehen kann. Es ist immer noch verblüffend schnell, dass er das in seinem Alter noch so unfassbar schnell hinkriegt. Als ich das erste Mal gesehen habe vor über 20 Jahren, habe ich nicht gesehen, wie dieses Schwert aus der Scheide gezogen wird. Ich habe nur gesehen. Das. Das war, wie aus dem Film ein Etwas rausgeschnitten wurde. Ich habe gesehen, er sitzt dort und meditiert und im nächsten Augenblick hat er das Schwert in der Hand. Also es ist mit dem Auge fast nicht mehr mit dem normalen Auge, fast nicht mehr nachzuvollziehen. Da man in dem Moment noch blinzelt, hast du gar keine Chance. Und das heißt Entscheidung. Eine Entscheidung heißt das Schwert aus der Scheide ziehen. Und das bedeutet auch, eine tödliche Entscheidung zu treffen und etwas in zwei Teile zu schneiden. Und das mögen wir nicht. Nicht nur, weil es unter Umständen tödlich ist für den anderen, sondern weil ich auf etwas verzichte. Ich schneide etwas in zwei Teile, entscheide mich aber für einen dieser beiden Teile und Verlust. Wir reden im Verkauf von Verlustängsten. Keiner hat gerne Verlust. Oder? Ich sage immer so spaßeshalber, wenn ich mich für eine Frau entscheide und diese Heirat, entscheide ich mich ungefähr gegen sieben, nein, gegen 4 Milliarden andere. Oder? Ja, in der Regel ja. Also wenn man diesen realistisch.

Volker

Aber natürlich. Klar kannst du Das Bild zeigt es gut.

Thomas

In der Theorie. Das ist. Das ist nicht realistisch. Aber ich entscheide mich vielleicht gegen 100 andere in der Realität. Und manche kriegen das noch nicht mal hin und sagen okay, ich habe mich zwar entschieden, aber so zwei, drei andere nebenbei, ja, das muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde das. Ich stehe dann zu meine Liebe zu meiner Entscheidung. Aber das ist auch eine philosophische Frage. Gibt es auch kein richtig und falsch? Es steht mir nicht zu, das zu bewerten, aber ich entscheide eben. Und wenn ich entscheide, einen Weg zu gehen, dann weiß ich okay. Das bedeutet auch Ich entscheide mich, die Schmerzen auszuhalten, die dieser Weg mit sich bringt finanziell, emotional, zeitlich usw.. Und wir erleben das ja mit unserem Verlag zum Beispiel. Das ist Wir sind total begeistert von uns selbst. Oder darf man so sagen.

Volker

Ja, aber natürlich bedeutet das den Zeiteinsatz. Es bedeutet ja, sich mit Aufgaben zu befassen, die man sonst nicht hatte. Ja, es sind ganz viele Folgeentscheidungen, die dann auch noch folgen. Ja.

Thomas

Genau. Und da muss man sich im Klaren darüber sein. Alles im Leben hat einen Preis. Bin ich bereit, diese Folgen zu tragen? Meiner Entscheidung. Und zwar nicht nur die positiven, sondern auch die mit den Folgen. Die entstehen dadurch, dass ich eine Gesamtheit in zwei Teile geschlagen hat. Egal ob das jetzt nur mittig ist oder kleinteilig. Großteils, sofern ich sage, es gibt das ist ja das, was bei deiner Liste rauskommt, aber dann war dein Konto rein rational. Sagen wir, auf dieser Seite des Konto stehen viel, viel mehr Dinge. Ich schneide das also in zwei Hälften. Die eine Hälfte ist viel größer, weil ich versprechen mir da viel, viel mehr Vorteile davon, und zwar quantitativ und qualitativ. Es bleiben aber auf der anderen Seite die Dinge, die ich dann mitzutragen habe. Und das ist nicht so, dass ich die dann los bin, sondern ich sage okay, ich hätte mehr Freizeit gehabt, ich hätte mir das gehabt, ich hätte mehr Geld gehabt. Ich muss nicht so viel investieren. Es ist anstrengend, ja okay, aber das motiviert mich. Zum Beispiel dann, diese größere Seite, die zur Entscheidung geführt hat, wertzuschätzen und anzunehmen und zu sagen Ich trage die Entscheidung, ich trage die Folgen dieser Entscheidung. Und das bedeutet entscheiden. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen, oder?

Volker

Ja, und ich sage mal, es gibt ja sowieso zwei Ebenen. Du hast jetzt gerade die ganz große Entscheidung mehr thematisiert, die dann viele, viele Folgeentscheidungen auch mit sich bringt und Dinge, die passieren. Es gibt aber natürlich auch diese Kleinen, die wir am Anfang hatten, diese täglichen Entscheidungen und da, da kann man an ganz vielen Gelegenheiten ganz gut trainieren. Also ich mache das zum Beispiel auch, also ich bin im Restaurant meistens derjenige, der als erstes gewählt hat.

Thomas

Das ist ein gutes Beispiel mit dieser Speisenkarte, oder?

Volker

Ja, weil einfach mein Ansehen ist es, ich gucke da rein und ich möchte eigentlich in einer Minute durch sein und deswegen gehe ich da auch manchmal ein Risiko ein. Und witzigerweise lernt man aber auch irgendwann das richtige Gefühl für das richtige Essen. Also ich werde selten enttäuscht.

Thomas

Und wie machst du das? Also wie kriegst du die Geschwindigkeit? Ich kann es gut nachvollziehen, finde das auch faszinierend. Aber wie genau ist oder wie hast du dir das antrainiert am Anfang? Weil ich kenne ich kann Menschen. Ja.

Volker

Na du blättert, du, du blättert halt durch und dann siehst du halt ein paar Punkte. Also du hast ja eigentlich relativ. Also so ist bei mir ich relativ die drei vier Sachen, wo ich sage Oh ja, und dann hast du das ja schon verengt und zwischen denen muss ich mich dann entscheiden.

Thomas

Darf ich mal ein Zitat von dir verraten? Wenn nicht, muss es halt einfach rausschneiden. Du hast ja nur vom Essen her eingeschränkte Auswahlmöglichkeit, weil du Vegetarier oder sogar Veganer bist, oder? Ich muss mal, dass versucht ist, das weitestgehend auszuleben. Und das bedeutet natürlich, auf so einer riesigen Speisenkarte hast du sowieso nur eine eingeschränkte Auswahl und muss dich dann kannst dich nur musste. Ich darfst dich nur zwischen paar Gerichten entscheiden. Was empfiehlst, was empfiehlst du einem Menschen, der jetzt sagt Im Prinzip ist mir egal, Ist das alles? Ja, natürlich. Dann keine Ahnung. Je nachdem in welchem Restaurant vielleicht 102030 beim Chinesen 50 Gerichte hat, die ja zur Auswahl hat. Was? Was empfiehlst du so jemanden? Wie geht das?

Volker

Ja, es gibt. Es gibt für mich da eigentlich nur zwei, zwei Versionen. Also entweder bin ich der Mutige, der sagt, ich probiere hier was Neues und dann, dann bin ich noch schneller, weil dann oder ich habe auf etwas Lust, was ich da sehe und dann entscheidet das. Das geht ganz schnell, Also ich. Und ich glaube auch, das ist ein gutes Training, um so, so kurze, schnelle Entscheidungen zu trainieren.

Thomas

Ja, genau. Ich glaube, das ist der Punkt. Es ist ein gutes Training. Ganz genau. Was hältst du von dieser Methode, einfach blind sozusagen durchzublättern und dann mit dem Finger drauf zu zeigen und das zu bestellen?

Volker

Weiß ich nicht. Ich glaube das. Okay. Also ich sage mal, wenn ich jetzt alles so wäre, könnte ich das natürlich machen. Und dann ist es vielleicht auch mal. Also es gibt es, so habe ich das vor kurzem gehört, es gibt sogar eine Menüfolge irgendwo in. Ich glaube, es ist Atrium Hotel in Münster. Da brauchst du ein Menü und weißt nicht, was du kriegst.

Thomas

Ja, das sind für die Menschen, die nicht entscheiden wollen.

Volker

Ja, ich sage mal, das ist aber dann etwas, da entscheide ich mich bewusst, dass ich mich jetzt auf so was einlasse. Aber ansonsten gehe ich ja essen. Weil ich Lust auf irgendwas habe. Und dann suche ich mir die Sachen raus, die ich gerne essen würde, habe eine kleine Auswahl und dann treffe ich eine Entscheidung.

Thomas

Also es ist ein gutes Trainingsfeld. Vielleicht noch mal.

Volker

Ich schaffe es wirklich. Also es gibt manchmal Überforderungen, wenn dann die Karte wieder so groß wird. Das kenne ich und manchmal gibt es dann, dann oder wenn es dann auch 1000 Optionen gibt. Aber auch da versuche ich trotzdem sehr schnell zu sein.

Thomas

Wir haben ja, dass das Wort Entscheidung ein bisschen auseinander genommen, das Schwert aus der Scheide ziehen. Ich möchte noch was Kurzes zum Schluss sagen In meiner Welt, in meiner Entscheidung hätte ich beinahe gesagt, gibt es keine schlechte Entscheidung, weil jede Entscheidung ist besser wie keine Entscheidung. Erstens jede Entscheidung ist besser wie keine Entscheidung. Und jetzt kommt auch noch was. Jede Entscheidung, egal wie sie aussieht, ist zum Zeitpunkt der Entscheidung richtig. Immer. Und zwar ohne Ausnahme. Wusstest du, dass. Jede Entscheidung ist, Jede Entscheidung ist zum Zeitpunkt der Entscheidung richtig. Immer und ohne Ausnahme.

Volker

Kann ich so annehmen, weil.

Thomas

Weil. Und das, was du sagst, das ist auch eine gute Antwort, das anzunehmen, Weil wenn sich die Entscheidung im Nachhinein als falsch rausstellt, was durchaus passieren kann, dann hast du jetzt neue Informationen, neue Inhalte, neue Bewertungskriterien. Und aufgrund dieser neuen Information stellt sich heraus, dass die Entscheidung falsch war. Diese Information hattest du aber zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht. Das heißt. Wirklich diesen Mut zu entwickeln. Zu entscheiden, weil wirklich das die einzige Aufgabe ist, möglichst viele Informationen zu sammeln und dann irgendwann zu entscheiden. Also ich habe jetzt genug. Ich finde nie alle Informationen. Es ist unmöglich, alle Informationen zusammenzutragen, weil das führt zu Stillstand. Es gibt immer noch ein Quantum, hätte ich beinahe gesagt, an Informationsfülle, die noch dazu kommt. Dann entscheide ich nie. Das sind schlechte Entscheidungen, sind auch Entscheidungen, aber schlechte Entscheidung. Das heißt, jede Entscheidung ist besser wie keine Entscheidung. Und dann zu sagen So, ich habe jetzt genügend Informationen, ich kann mich auf mein Bauchgefühl verlassen, auf mein Gehirn. Wie auch immer, ich entscheide jetzt, weil jede Entscheidung zum Zeitpunkt der Entscheidung ist, dass die perfekte Entscheidung. Es gibt keine bessere jetzt. Und wenn sich morgen die Entscheidung als falsch herausstellt, dann nur, weil ich neue Information habe. Und dann muss ich überlegen Was mache ich jetzt? Damit? Revidiere ich die Entscheidung, korrigiere ich den Kurs oder ziehe ich durch? Das ist dann wieder das Gefühl, dass dann wieder neue Entscheidungen.

Volker

Nötig und ich möchte noch. Es gibt manchmal trifft man auch eine dann vielleicht falsche Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt und Dinge funktionieren nicht. Für mein Leben kann ich nur sagen Ich bereue nichts, was ich getan habe, was nachher nicht funktioniert hat, weil ich habe damit die Frage geklärt für mich, was wäre wenn. Und ich hadere nicht mit irgendetwas, was ich machen wollte, weil ich es nicht gemacht habe.

Thomas

Jetzt können wir noch einen ganz großen Bogen spannen, indem man sagen Wenn wir jetzt sagen okay, jetzt hat sich herausgestellt, dass die Entscheidung falsch war, was ist denn in einem Jahr? Ja, also es gibt da diese schöne Metapher, diese Geschichte. Ich will sie jetzt nicht ausbreiten, was einfach zu lang geht oder wo der Bauer seinen Sohn in den Krieg schicken muss und alle sagen Kennst du das? Alle sagen Ach du, das ist ja schlimm. Wir wissen noch nicht, ob es schlimm ist. Und dann kommt er zurück und ist schwer verletzt und ach, ist das schlimm. Sondern wir wissen noch nicht, ob es schlimm ist. Aber er ist zurückgekommen und alle anderen sind tot. Und dann? Und dann geht die Geschichte immer so weiter. Und der Bauer sagt immer Ich weiß nicht, ob es schlimm ist, es wird sich hinterher herausstellen. Und dann die Allgemeinheit sagt Ach, das ist aber schlimm, dass dein Pferd gestorben ist. Ja, wir wissen nicht, ob es schlimm ist, weil vielleicht ergeben sich dadurch neue Chancen und das ist ein schönes Bild. Ich glaube, das dürfen wir eine Hausaufgabe geben, dieses Ding mal zu googeln oder andere Suchmaschinen der Wahl zu verwenden. Das sind schöne Geschichten, die uns helfen, gute Entscheidungen zu treffen, weil wir wissen nicht, ob eine Entscheidung gut oder schlecht ist. Sie ist zum Zeitpunkt der Entscheidung immer richtig und jede Entscheidung ist besser als keine Entscheidung. Und beim Entscheiden in Zukunft. Liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, liebe Unternehmer, Unternehmerinnen, liebe uns Wohlgesonnene. Bleiben Sie mutig.

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